Photovoltaik bis 100 kW

Sie möchten Strom einspeisen

Sie möchten die Energiewende mitgestalten und Ihren Strom mit einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von bis zu 100 kW selbst erzeugen? Hier erfahren Sie, welche Schritte für Sie bzw. Ihren Elektroinstallateur notwendig sind, damit wir Ihre Photovoltaik-Anlage an unser Niederspannungsnetz anschließen können.

Damit Sie künftig als Energielieferant agieren können, sind zwingend einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Für eine zügige Bearbeitung sind folgende Punkte für uns wichtig:

  • Die eingereichten Unterlagen müssen korrekt, vollständig und leserlich sein.
  • Unterschriften nicht vergessen.

Unsere Checkliste gibt Ihnen eine Übersicht über die erforderlichen Dokumente. 

 

Mit drei Akteuren zum Erfolg

Für eine ausführliche individuelle Beratung zu technischen und wirtschaftlichen Details benötigen Sie einen Fachbetrieb, zweckmäßigerweise einen konzessionierten Elektrofachbetrieb, für die Planung Ihres Projektes. Dieser übernimmt die Beratungsleistung.
Für den reibungslosen Ablauf müssen die drei Akteure zusammenarbeiten. Sie als Anlagenbetreiber, der Anlagenbauer (Elektrofachbetrieb) und wir als Netzbetreiber.

Am Anfang steht die Planung Ihrer Anlage. Nachdem Sie Ihre Anlage fertig geplant haben, reichen Sie oder in der Regel der von Ihnen beauftragte Fachbetrieb die notwendigen Antragsunterlagen bei uns ein.

Für eine Einspeisezusage benötigen wir folgende vollständig ausgefüllten Unterlagen:

  • E.1P Netzanfrage 
  • E.3P Datenblatt für Speicher, Seite 1 und 2 (falls Sie den Einbau eines Speichers planen)
  • Kopie eines amtl. Lageplans mit Grundstücksgrenzen und Kennzeichnung des Anlagenstandortes sowie ggf. Bestandsanlagen inklusive Leistung und Inbetriebnahmedatum

Sie können den notwendigen Schriftverkehr zwischen uns als Netzbetreiber, Ihnen als Anlagenbetreiber und dem Anlagenbauer vereinfachen, indem Sie dem Anlagenbauer eine schriftliche Vollmacht erteilen.

Mit der Netzanfrage prüfen wir die technische Machbarkeit in unserem Stromnetz. Dabei wird der wirtschaftlich günstigste Netzverknüpfungspunkt ermittelt. Auf Grundlage der uns vorliegenden Unterlagen prüfen wir, ob sich Ihre geplante Anlage mit unserem Netz verträgt. Das heißt, ob ein Netzanschluss Ihrer PV-Anlage möglich ist. Dies soll eine sichere Einbindung ohne negative Auswirkung auf das Netz gewährleisten.

Die Anschlussprüfung kann je nach Komplexität der Anlage und vorliegendem Antragsvolumen unterschiedlich lange dauern. Nach erfolgreicher Prüfung der Netzverträglichkeit erhalten Sie von uns eine Einspeisezusage für die von Ihnen eingereichte Anlagenplanung.

Nach der Einspeisezusage hat Ihr Anlagenbauer sechs Monate Zeit die Anlage zu bauen.

Ganz wichtig ist aber noch ein Zähler, der genau erfasst, wie viel Sie produzieren und einspeisen. Für jede am Messkonzept benötigte Messeinrichtung ist ein Antrag auf Inbetrieb-/Zählersetzung erforderlich.

Der Inbetriebsetzungsantrag EEG enthält entsprechende Pflichtfelder, die farblich gekennzeichnet sind. Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, verzichten wir in dem Dokument auf die Unterschrift des Kunden (Anschlussnutzer).

Bitte beachten Sie, dass die Terminanfrage zur Zählersetzung ausschließlich per Mail an netzeinspeisung-zaehlersetzung(at)new-netz.de erfolgt.

Die NEW Netz montiert den Zähler (falls noch kein Zweirichtungszähler vorhanden ist) an dem vom Anlagenbauer vorgesehenen Zählerplatz. Anschließend kann die Inbetriebnahme durch den Elektroinstallateur erfolgen. Damit die fachgerechte Ausführung des Elektroinstallateurs bestätigt werden kann, benötigen wir folgende Unterlagen:

 

Jetzt fehlt nicht mehr viel. Damit wir die kaufmännische Abwicklung des Energietransports bis zum Verbraucher für Sie erledigen können, benötigen wir noch ein paar Auskünfte. Diese geben wir an unsere Abrechnung weiter.

Das EEG regelt – neben der Abnahme und Vergütung des angebotenen Stroms – auch eine Reihe von Pflichten, die Sie Anlagenbetreiber zu erfüllen haben. In vielen Fällen hat der Gesetzgeber für Verstöße gegen die Verpflichtung einen (zeitweisen) Verlust oder eine Kürzung des Vergütungsanspruchs vorgesehen. Als Anlagenbetreiber liegt es in Ihrer Verantwortung, die aufgelisteten Unterlagen vorzulegen. Erfolgt dies nicht, kann keine Auszahlung der Vergütung erfolgen.

Nach der Inbetriebsetzung und dem Vorliegen der vollständigen Unterlagen dauert es einige Monate bis Sie das Begrüßungsschreiben erhalten sowie den ersten Abschlag ausgezahlt bekommen.

Damit die jährliche Abrechnung möglichst genau ist, benötigen wir immer am Jahresende Ihren Zählerstand. Die Ablesung erfolgt dabei zum 31.12. Idealerweise erfolgt die Meldung online über unsere Internetseite – Zählerstände oder per Mail unter einspeisestand(at)new-netz.de.

Ihr erster Ansprechpartner für sämtliche Beratungsleistungen ist Ihr Anlagenbauer. Bei weitergehenden Fragen rund um das Thema Erzeugung/Einspeisung stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung.

Auskunft zu technischen Fragen zur Netzanschlussprüfung von Erzeugungsanlagen erhalten Sie per E-Mail netzeinspeisung(at)new-netz.de

  • Netzanschluss, Netzanmeldung 

  • Netzverträglichkeitsprüfung

  • Einspeisemanagement

 

Auskunft zu kaufmännischen Fragen zur Einspeisung erhalten Sie per E-Mail unter Einspeisemanagement(at)new-netz-gmbh.de

  • Vergütung

  • Abrechnung

Rechtlicher Hinweis

Generell ist es sinnvoll, sich mit dem aktuellen Stand der Gesetzeslage weiter zu beschäftigen. Im Rahmen der Energiewende, ändern sich die entsprechenden Gesetze. Anlagenbetreiber von Erzeugungsanlagen nach dem EEG-Gesetz sind verpflichtet, ihre Erzeugungsanlage nach der jeweils gültigen Gesetzeslage zu betreiben. Insbesondere technische Änderungen können durch Novellierungen der Gesetze gefordert werden. Sobald eine Erzeugungsanlage nicht gesetzeskonform betrieben wird, besteht kein Vergütungsanspruch.