NEW NETZ News

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Pressemitteilung nach Informationsveranstaltung für Vertragsinstallateursunternehmen und Bezirksschornsteinfegermeister am 16. Mai 2019

Groß war der Andrang, als die NEW Netz GmbH im ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich konzessionierte Installateure und Schornsteinfeger zur Informationsveranstaltung in Sachen Erdgasumstellung eingeladen hatte. 180 Teilnehmer hatten sich angemeldet, so dass die großzügigen Räume des ADAC Zentrums gut gefüllt waren.

Vorab gab es einen Imbiss. „Der Abend kann lang werden. Darum stärken Sie sich vorher“, begrüßte Dr. Wolfgang Clemens als Projektleiter die Gäste. Die Veranstaltung sollte die Installateure und Schornsteinfeger über die Notwendigkeit und die Abwicklung der Erdgasumstellung bei der NEW Netz informieren. „So wollen wir erreichen, dass auch Sie gegenüber Ihren Kunden Fragen zur Erdgasumstellung beantworten können, um Irritationen und Ärger bei den Kunden zu vermeiden“, erklärte Dr. Clemens.

Mit Fotos von Gebäudeschäden in den Niederlanden belegte der Projektleiter die Ausgangssituation. Die Schäden seien dort durch die Ausbeutung eines L-Gasfeldes entstanden, das die Niederlande, Teile Belgiens, Frankreichs und Deutschlands mit Gas versorgt. Das Auftreten lokaler Erdbeben über die letzten Jahre hat zunehmenden öffentlichen Druck auf den niederländischen Staat ausgeübt, die Produktion einzustellen.  Daraus ergibt sich die Tatsache, dass in allen mit L-Gas versorgten Gebieten die Versorgung in den nächsten Jahren auf H-Gas umgestellt werden muss. Paragraph 19a des Energiewirtschaftsgesetzes regelt, dass die Verantwortung für diese Umstellung beim Netzbetreiber, also in unserer Region bei der NEW Netz liegt. Im Netzgebiet der NEW Netz müssen damit insgesamt rund 140.000 Gasgeräte erst erhoben und dann angepasst werden. „Eine logistische Herausforderung, die gut vorbereitet und entsprechend umgesetzt werden muss!“ betonte Dr. Clemens.

„Um das Projekt zu stemmen, haben wir über eine europaweite Ausschreibung vier zertifizierte Unternehmen beauftragt, die sich um die ca. 140.000 Gasgeräte kümmern“, führte Dr. Clemens aus. In Grevenbroich ist der Erhebungsstart für den 03. Juni 2019 vorgesehen. Dafür müssen die Monteure alle Gasgeräte in allen Räumen sehen und erfassen. Vor dem Betreten der Wohnungen müssen sie sich entsprechend ausweisen informierte Michael Rabenau, der im Projekt als technischer Berater fungiert.

Nach der Geräte-Erhebung folgt mit einem Abstand von rund einem Jahr und mehr die Geräte-Anpassung. Die technische Anpassung der Geräte erfolgt in Grevenbroich im Jahr 2021. Dazu werden dort rund um den Schalttermin am 6. Juli 2021, der Termin, an dem das H-Gas erstmalig ins Netz der NEW Netz strömt, insgesamt rund 60 bis 70 Monteure im Auftrag der NEW Netz unterwegs sein.

Erhebung und Anpassung erfolgen in Korschenbroich und Alt-Mönchengladbach, Vorst, Schwalmtal, Viersen und Niederkrüchten in den Jahren 2020 bis 2023.

Die Installateure und Schornsteinfeger verfolgten mit großem Interesse die Vorträge von Dr. Wolfgang Clemens und Michael Rabenau. Es konnten viele Fragen geklärt werden. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass diese Veranstaltung das Verständnis über die Erdgasumstellung wesentlich verbessert hat und dass eine regelmäßige Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Handwerksbetrieben und der NEW Netz ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Projekt Erdgasumstellung darstellt.

Info: L-Gas steht für low caloric gas, niedriger Energiegehalt, H-Gas für high caloric gas, höherer Energiegehalt. Alle Informationen gibt es unter www.h-gas-kommt.de.


Beteiligung am Quirinus-Projekt

Wir beteiligen uns mit rund 700.000 Euro an einem zukunftsweisenden Projekt für die Versorgungssicherheit, an dem acht Unternehmen sowie zwei Hochschulen aus der Region teilnehmen.

Unter dem Namen "QUIRINUS" soll ein sogenanntes "virtuelles Kraftwerk" entstehen, in dem viele kleine Anlagen zu einem großen Kraftwerk gebündelt werden. Das heißt, die Anlagen werden über ein Informations- und Kommunikationsnetz miteinander verbunden und können Daten austauschen. Diese werden an einer zentralen Stelle gesteuert, sodass man von dort aus das Stromangebot und die Stromnachfrage aufeinander abstimmen kann.

Das Projekt hat ein Budget von rund sechs Millionen Euro. Die Hälfte kommt von den beteiligten Unternehmen, die andere Hälfte von der EU und dem Land Nordrhein-Westfalen. QUIRINUS läuft drei Jahre und soll dazu beitragen, die gewohnte Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die beteiligten Unternehmen sind: NEW Netz, regionetz aus Eschweiler, Infrawest aus Aachen, Leitungspartner GmbH aus Düren, RWE Power aus Köln, SAE It-Systems aus Köln, 2G Energy aus Heek, ETC STORNETIC aus Jülich, das Solarinstitut Jülich der Fachhochschule Aachen und das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln.

Nähere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite unter "Quirinus-Projekt".