Ukraine-Konflikt

In diesem Bereich finden Sie aktuelle Informationen zu möglichen Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes auf die Gasversorgung in Deutschland und die Erdgasumstellung in unserer Region.

  • Nach derzeitigem Stand wird die Erdgasumstellung wie geplant fortgeführt.
  • Weder von den Verbänden im Energiemarkt noch von der Bundesnetzagentur und den vorgelagerten Fernleitungsnetzbetreibern gibt es derzeit Informationen über ein Aussetzen / Verschieben des Umstellungszeitplans der Erdgasumstellung in Deutschland.
  • Die L-Gas Ressourcen sind nahezu aufgebraucht. Die Umstellung ist jetzt nötig, da die L-Gas-Förderung in den Niederlanden in diesem Jahr (2022) komplett ausläuft und dann kein L-Gas mehr verfügbar ist.
  • Die derzeitige L-Gas-Versorgung erfolgt im Wesentlichen schon über konvertiertes H-Gas (d.h. mit Stickstoff „verdünntes“ H-Gas).
  • Es handelt sich bei der Konvertierung aber nur um eine Zwischenlösung, da dieses Verfahren sehr teuer und aufwändig ist.
  • Diese Verteuerung müsste dann auch an den Endkunden weitergereicht werden.
  • Stand heute wird H-Gas aus Russland in unverminderter Menge nach Deutschland geliefert.
  • H-Gas kommt jedoch nicht nur aus Russland, sondern auch aus Norwegen, Katar und anderen Ländern. Katar hat bereits eine Steigerung der Importmenge angeboten.
  • Derzeit sind auch die Gasspeicher in Deutschland noch ausreichend gefüllt.
  • Die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit beim Erdgas steht derzeit für die deutsche Politik an erster Stelle.
  • Alternativen zum Gasbezug aus Russland werden derzeit durch die Bundesregierung intensiv geprüft.
  • Bitte informieren Sie sich dazu auf der Website Ihres Gaslieferanten.
  • Generell liegt im Energiemarkt die Beschaffung bei den Lieferanten, nicht bei den Netzbetreibern. Die Lieferanten bestimmen also, bei welchem Anbieterland sie welche Mengen einkaufen.
  • Es ist aber richtig, dass Russland derzeit noch mehr als 50 Prozent des in Deutschland verbrauchten Erdgases liefert, wobei dieser Anteil regional recht unterschiedlich ausfällt.
  • Insbesondere für NRW sieht die Bilanz positiver aus. Hier liegt der Anteil des russischen Gases deutlich niedriger, da wir hier bereits heute zu einem großen Teil durch Gaslieferungen aus Norwegen und über die LNG-Terminals in den Niederlanden über die neue Zeelink-Leitung versorgt werden.
  • Laut des aktuellen Lageberichts der Bundesnetzagentur zur Gasversorgung in Deutschland aus Juli 2022 ist die Gasversorgung in Deutschland im Moment stabil.
    Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist derzeit weiter gewährleistet.